Bildungsplan

Der Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahre in Hessen wurde im März 2005 als Entwurf vorgelegt. Das Hessische Sozialministerium und das Hessische Kultusministerium sehen den Bildungs- und Erziehungsplan als ein Kernelement moderner Bildungspolitik und zentralen Baustein für die Ausgestaltung des Bildungslandes Hessen.
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Mit Beginn des Kindergarten-/ Schuljahres 2005/ 2006 ging der Plan in die Erprobungsphase.
Die Osterbachschule bildete gemeinsam mit der Kindertagesstätte am Osterbach und der Elternschule Schwalm-Eder e.V. eines der 45 „Tandems“, welche die Möglichkeit hatten, die konkrete Umsetzung des Orientierungsplanes auf Einrichtungsebene zu erproben, Erfahrungen mit den unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten zu sammeln und Anregungen für die Weiterentwicklung zu geben.
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Für die Arbeit während der Erprobungsphase wurde von allen drei Institutionen ein gemeinsamer Schwerpunkt gewählt:
„Soziale Integration im Hinblick auf die Übergänge der drei Bildungseinrichtungen“
Innerhalb dieses Themas bildeten sich zwei weitere inhaltliche Schwerpunktbereiche heraus.

  • Kinder mit verschiedenem kulturellen Hintergrund (BEP S. 54)
  • Kinder mit besonderen Bedürfnissen: (drohende) Behinderung (BEP S. 59)

Nach der erfolgreichen Erprobungsphase wurde der Plan dann mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 in Hessen implementiert und das Osterbachtandem um drei Homberger Kitas erweitert.

Die Zusammenarbeit der Homberger Kita im Osterbach, der Kita im Holzhäuser Feld, der Kita Holzhausen, der Ev. Kita am Katterbach und der Osterbachschule hatte bereits vor der Erprobung des BEP eine lange Tradition, wurde aber durch diesen noch intensiviert.
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Drei bis viermal im Jahr trifft sich die Leitungsebene des Homberger BEP-Tandems Osterbach, welche vorab gezielt fortgebildet wurde, reihum in den fünf Institutionen. Die Arbeit wird hierbei von der Lehrerin Melanie Doering, die einige Jahre als BEP-Fachberaterin tätig war, koordiniert und geleitet.
Bei diesen Besprechungen werden Termine koordiniert, die Zusammenarbeit ausgewertet und gemeinsame Vorhaben besprochen und geplant.
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Über die Leitungsebene hinaus findet eine enge Zusammenarbeit auch auf anderen Ebenen statt. So gibt es sogenannte „Minitandems“, die jeweils aus einer Kitagruppe und einer Partnerklasse des ersten und zweiten Schuljahres der Osterbachschule bestehen. Diese führen im Jahr ca. 3 gemeinsame Aktivitäten durch und besuchen sich gegenseitig. Auf diese Weise lernen die Kinder bereits vor ihrer Einschulung die Osterbachschule kennen und die Lehrerinnen und die Schule sind bei ihrem Schulstart keine Fremden mehr. Hierdurch wird der Übergang von der Kita in die Schule grundlegend verbessert.

Darüber hinaus werden die Sprachvorlaufkurse für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache im Jahr vor der Einschulung von Lehrerinnen der Osterbachschule in den Kitas durchgeführt. Gemeinsame Elternabende, ein Schnuppervormittag im Mai sowie weitere gemeinsame Aktivitäten gestalten den Übergang für die Kinder und Eltern fließend.
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Der Austausch zwischen den Pädagoginnen der verschiedenen Institutionen wird alle ein bis zwei Jahre bei gemeinsamen pädagogischen Tagen gepflegt. So geschehen auch am Montag, den 03.02.2014. An diesem Tag trafen sich Erzieherinnen und Lehrerinnen in der Osterbachschule um sich gemeinsam fortzubilden. Auf der Tagesordnung standen drei Themen des Bildungs- und Erziehungsplanes, in die sich die Teilnehmerinnen nach Interesse einwählen konnten.
Beim Thema „Sprache und Geschriebenes“ wurde ein Einblick in die Sprachentwicklung und mögliche Entstehungsursachen für Sprachfehler und Sprachentwicklungsverzögerungen vermittelt.
Das Thema Bewegung und Sport zeigte wie wichtig es ist Kindern Spielräume zu öffnen und der Begriff  „Mathetik“ (Lernkunst) wurde an vielfältigen Praxisbeispielen erprobt.
Und nicht zuletzt das dritte Thema „Emotionalität und soziale Beziehungen“ spielt gerade in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle neben der Vermittlung von Lerninhalten.
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Die Zusammenarbeit der Osterbachschule mit den Homberger Kitas ist über viele Jahre gewachsen und hat nun einen sehr guten Status erreicht, der gepflegt und gehalten werden soll. Die Transparenz sowie die Wertschätzung der Arbeit in den verschiedenen Institutionen ist hierbei wichtiger Bestandteil. Hiervon profitieren alle: die Pädagoginnen, die Eltern und vor allem die Kinder.